.:: PFEILHÖLZER

Schaftmaterial:

Fichte: Ein sehr leichter Pfeilschaft mit besten Flugeigenschaften.
Fichte ist ca. 10% leichter als Zeder.

Zeder: Ein leichtes, formstabiles Schaftmaterial, das sich auch sehr schnell nach dem Abschuss wieder in eine stabile Flugbahn ausrichtet.
Bogensportlegende Howard Hill bevorzugte Zedernschäfte aus Port Orford Zeder (Oregon, USA).

Birke: Birke war das bevorzugte Schaftmaterial von Dr. Saxton Pope, relativ leicht und trotzdem sehr stabil.
Das Schaftmaterial, welches auch vorwiegend von wikingischen Bogenschützen verwendet wurde.

Esche: Englische Kriegspfeile wurden aus diesem verhältnismäßig schweren Schaftmaterial gefertigt und hatten infolge dessen eine sehr hohe Durchschlagskraft.

Das Pfeilparadoxon:

Das Verhalten des Pfeilschaftes im Moment des Abschusses nennt man Pfeilparadoxon.

Da im Lösemoment der Pfeil durch die zum Bogen schnellende Sehne gestaucht wird, biegt sich der Pfeilschaft und beginnt zu schwingen.
Auf den ersten Metern nach dem Abschuss, pendelt sich der Pfeil in seine Flugbahn ein.
Je breiter der Bogen im Bereich der Pfeilanlage ist, desto stärker ist das Pfeilparadoxon, da der Pfeilschaft sich um ein breiteres Hindernis herumbiegen muss.

Diese Bewegung des Pfeilschaftes wird durch mehrere Faktoren beeinflusst:

1. Der Spinewert (gibt die Biegefestigkeit des Pfeilschaftes an)
2. Die Länge des Pfeils
3. Das Gewicht der Pfeilspitze.
4. Sehnenmaterial/Sehnenstärke
5. Die Lage des Nockpunktes
6. Die Griffbreite (Höhe der Pfeilanlage).
7. Die Standhöhe des Bogens
8. Die Rückstellkraft des Bogens (Zuggewicht).
9. Die Technik (insbesondere das Lösen) des Schützen.

Nur wenn es dir gelingt diese Faktoren harmonisch aufeinander abzustimmen, kannst du dich über schöne Treffer und konstante Schießergebnisse freuen.

Buch-Tip: "Traditionell Tunen"